Glaucom (Grüner Star)

 

Als Glaukom bezeichnet man eine ganze Gruppe von Krankheitsbildern, bei denen aufgrund eines Druckanstieges im Auge das Sehvermögen zunehmend eingeschränkt wird.

Das Glaukom ist letztendlich eine Erkrankung des Sehnervs. Seine Aufgabe besteht darin, mit den Augen erfasste Bilder zum Gehirn weiterzuleiten. Durch ein Glaukom kann der Sehnerv geschädigt werden, was zu Abnahme der Sehkraft und Einschränkung des Blickfeldes führt. Die Hauptursache für ein Glaukom ist erhöhter Druck im Auge. Normalerweise beträgt der Augeninnendruck 11 bis 21 mmHg.

Lassen Sie Ihren Augeninnendruck regelmässig durch uns überprüfen.

Der Augeninnendruck steigt, wenn das Kammerwasser (klare Flüssigkeit in den Augäpfeln) nicht mehr abfliessen kann. Das Kammerwasser wird vom sogenannten Strahlenkörper gebildet und über den Kammerwinkel (Trabekelwerk) aus dem Auge in die Blutgefässe abgeleitet. Man muss sich das Kammerwasser, das nicht Teil der Tränen ist, wie eine Reinigungslösung vorstellen, die das Auge ständig spült und so mögliche Verunreinigungen fortlaufend aus dem Auge herauswäscht.

Wenn der Abflussmechanismus für das Kammerwasser verstopft ist, kommt es zur vermehrten Ansammlung von Flüssigkeit im Auge. Als Folge steigt der Augeninnendruck auf Werte über 30 mmHg. Je stärker der Druck zunimmt, umso grösser ist die Gefahr, dass der Sehnerv geschädigt wird. Oft bemerken die Betroffenen die hieraus resultierende Einschränkung des Blickfeldes nicht, bis der Sehnerv bereits sehr stark beschädigt ist.

Die typischen Merkmale eines Glaukoms sind neben zunehmender Verschlechterung der Sehkraft unter anderem Schleier vor den Augen, starke Augenschmerzen, Kopfschmerzen sowie Übelkeit bis hin zum Erbrechen.

Wenn eine Glaukom nicht rechtzeitig erkannt wird, dann kann sich im Spätstadium die Sehkraft so sehr verschlechtern, dass es zur Erblindung kommt.

Frühzeitige Erkennung und Behandlung sind die beiden wichtigsten Faktoren, um eine glaukombedingte Schädigung des Sehnervs zu verhindern. Wird ein Glaukom festgestellt, dann gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten.

In den meisten Fällen wird ein Glaukom zunächst mit Augentropfen behandelt, die mehrmals am Tag genommen und manchmal mit Tabletten kombiniert werden. Diese Medikamente erniedrigen den Augendruck, indem sie die Bildung des Kammerwassers verringern oder dessen Abfluss aus dem Kammerwinkel verbessern.